Bericht U15 Sichtungsturnier

„Über die 95%, die ihr alle habt, wollen wir gar nicht reden, am Ende geht es um die 5% ,die einen guten Schiri von einem sehr guten Schiedsrichter unterscheiden“. Mit diesen Worten leitete Lehrgangsleiter Lutz Wagner den ersten Tag in Duisburg ein.

 

Vom 16.06 bis zum 21.06.22 durfte ich den Hamburger Fußballverband als Schiedsrichter beim U-15 Sichtungsturnier in Duisburg vertreten. Ein Turnier, bei dem sich die Spieler präsentieren und durchsetzen müssen, um für die deutsche Nationalmannschaft, unter der Leitung von Cheftrainer Michael Prus, ausgewählt zu werden. Auch für die Schiedsrichter war es eine tolle Möglichkeit zu zeigen, dass man ein Spiel nicht nur pfeifen, sondern auch leiten kann.

So wie die Spieler von Kameras und Sichtern (u.a Heiko Westermann, Sven Bender…) beobachtet wurden, wurden wir Schiedsrichter von Choaches beobachtet. Lutz Wagner, Uwe Kemmling, Bernd Domurat, Bernhard Zerr, Egbert Engler, Rainer und Walter Werthmann haben sich unsere Spiele angesehen und sehr gutes Feedback mitgegeben. Sie brachten viel Erfahrung mit sich, denn sie haben alle selbst mal in den höchsten Ligen Deutschlands gepfiffen bzw. gewunken.

Ich selbst durfte Sachsen – Niederrhein und Bremen – Südwest pfeifen. Als Assistent wurde ich 4 Male eingesetzt. Gespielt wurde 3 mal 20 Minuten. In den Pausen haben wir ein kurzes Feedback von unserem Coach bekommen, welches geholfen hat, zum Beispiel sein Stellungsspiel anzupassen oder eine Ermahnung wirksamer auszusprechen. Nach den Spielen versammelten wir uns, um die Spiele einzeln zu analysieren. Am Abend ging es immer in den „Sportlertreff“, um den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen und um die eine oder andere Szene nochmal durchzusprechen. Kartenspiele wurden hier auch ausgetauscht und es wurde viel gelacht.

Die Spiele zwischen den Auswahlverbänden waren von hoher Qualität und sehr kampfbetont. Das musste es auch, da die Spieler sich schließlich für die Nationalmannschaft empfehlen wollten.

Am Sonntag stand „Teambuildingmaßnahme“ auf dem Programm. Im ersten Moment klingt es etwas langweilig, doch als man das Stichwort „Wasserski“ hörte, war die Freude groß. Direkt neben der Sportschule Wedau, welche übrigens die größte deutsche Sportschule Deutschlands ist, befand sich eine Wasserskianlage. Jeder konnte sich verausgaben und zeigen was er konnte. Am nächsten Tag war der Muskelkater vorprogrammiert. Trotzdem machte es viel Spaß, auch wenn man das eine oder andere Mal im Wasser landete.

Nach der letzten Spielanalyse am Dienstag war das Sichtungsturnier für uns beendet. Wir haben es sehr gut über die Bühne bekommen, denn in der letzten Analyse kam der Bundestrainer zu uns und bedankte sich für die richtig guten Spielleitungen. Bernd Domurat sagte daraufhin, dass es nicht selbstverständlich wäre, dass der Bundestrainer reinkommt und sich bedankt. Die Zeit ging so schnell um, aber es heißt ja schöne Momente vergehen immer am schnellsten. Vor allem habe ich tolle Freundschaften geschlossen, denn unsere Gruppe hatte einen sehr guten Zusammenhalt. Ich habe viel aus den Feedbacks der Coaches mitgenommen, was mir enorm bei meiner positiven Entwicklung als Schiedsrichter geholfen hat.

Einen großen Dank geht an den VSA Hamburg, welcher mich für das Sichtungsturnier nominiert hat. Es war mir eine große Freude den Hamburger Fußballverband zu vertreten.

Enrico Zielinski (Sc Wentorf)

 

 

 

 

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